Förderungen und Steuervorteile

Von diesen Zuschüssen und Vergünstigungen profitieren E-Fuhrparks

Um die E-Mobilität weiter auszubauen hat die Regierung weitere interessante Maßnahmen beschlossen.

Profitieren Sie mit einem Elektroauto als Dienstwagen von Steuervorteilen. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, um auf ein Elektroauto als Dienstwagen umzusteigen.

E-Auto-Förderungen

Welche Förderungen gibt es?

Hinweis: In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen Fördermöglichkeiten für Elektrofahrzeuge vor, die von Bund, Ländern und Kommunen teils dezentral beschlossen und definiert werden. Insofern sind Änderungen der Förderbeträge, -bedingungen und anderer Modalitäten der Förderprogramme jederzeit möglich. Informieren Sie sich deshalb unbedingt auch bei den zuständigen Stellen über die aktuellen Förderungsdetails.

In Deutschland gibt es verschiedene Prämien und Förderprogramme für den Umstieg zur E-Mobilität. Am stärksten gefragt ist derzeit wohl die Innovationsprämie (Umweltbonus), mit der der Bund private und geschäftliche Elektroautos, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge fördert. Den Umweltbonus können Sie sowohl beim Kauf als auch beim Leasing von Elektroautos beantragen.

Auch auf Länder- und kommunaler Ebene gibt es eine Vielzahl von Vergünstigungen und Förderprogrammen – die Möglichkeiten sind oft unübersichtlich. Zum Beispiel unterstützt das Land NRW Unternehmen mit 6.000 Euro bei der Installation von öffentlichen Ladepunkten, sofern bestimmte Auflagen erfüllt sind. Denselben Betrag steuert die Stadt München bei, wenn sich Betriebe bei einem zertifizierten Berater über Elektroautos informieren möchten. Wenn Sie einen elektrischen Fuhrpark auf- oder ausbauen möchten, informieren Sie sich also unbedingt über lokale und regionale Förderprogramme.

Innovationsprämie (Umweltbonus) zur E-Auto-Förderung

Noch bis Ende 2025 haben Unternehmen und Privatleute die Möglichkeit, den sogenannten Umweltbonus zu beantragen. Bis zu 9.000 Euro Prämie steuert der Bund beim Kauf oder Leasing eines neuen Elektroautos, Hybriden oder Brennstoffzellenfahrzeugs bei.

Wichtig: Wenn Sie Elektroautos oder Plug-in-Hybride kaufen oder leasen, haben Sie keinen Rechtsanspruch auf die Innovationsprämie. Ob der Umweltbonus gezahlt wird, hängt auch davon ab, ob dem Bund ausreichend Geldmittel zur Verfügung stehen.

Wie hoch der Umweltbonus bei Elektroautos, Hybriden und Brennstoffzellenautos ausfällt, hängt vor allem vom Nettolistenpreis in der Grundausstattung ab. Dabei setzt sich der Umweltbonus immer zu zwei Dritteln aus Geldern des Bundes zusammen (Bundesanteil). Das übrige Drittel stammt vom Autohersteller selbst (Herstelleranteil). E-Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis über 65.000 Euro sind nicht für den Umweltbonus qualifiziert.

Tipp: Welche Kaufprämie Sie für welche Fahrzeuge beantragen können, erfahren Sie zum Beispiel auf der Übersichtsseite des ADAC. Zudem stellt das BAFA eine laufend aktualisierte Liste der förderfähigen Fahrzeuge bereit.

 

E-Auto-Förderungen auch beim Leasing

Beim Leasing spielt neben dem Nettolistenpreis auch die Leasingdauer eine Rolle: Ist diese länger als 23 Monate, erhalten Unternehmen die volle Prämie – genau wie beim Fahrzeugkauf. Bei kürzerer Leasingdauer sinkt auch der Umweltbonus: bei 12- bis 23-monatiger Laufzeit auf 50 Prozent, bei 6- bis 11-monatiger Laufzeit auf 25 Prozent der vollen Prämie. Ausgenommen sind Fahrzeuge, die vor dem 16.11.2020 erstmalig zugelassen wurden.

Ein Beispiel: Der Seat Mii Electric ist ein reines Elektroauto mit einem Nettolistenpreis von unter 40.000 Euro. Entscheiden Sie sich für eine Leasingdauer von über 23 Monaten, kommt Ihnen der Förderhöchstsatz von 9.000 Euro zugute. Für 12 bis 23 Monate gibt es entsprechend nur noch 4.500 Euro vom Staat, bei 6 bis 11 Monaten sind es 2.250 Euro. Genau wie bei der Kaufprämie setzt sich auch der Leasing-Förderbetrag zu zwei Dritteln aus Mitteln des Bundes zusammen (Bundesanteil), das übrige Drittel übernimmt der Hersteller (Herstelleranteil).

Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich der Umweltbonus auch mit anderen Prämien kombinieren. Eine Bedingung ist etwa die formelle Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Fördermittelgeber und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die Verwaltungsvereinbarung soll sicherstellen, dass rechtliche Vorgaben rund um die E-Auto-Förderung eingehalten werden.

Kombinieren lässt sich die Innovationsprämie zum Beispiel mit den „Förderrichtlinien Elektromobilität und Markthochlauf NIP2“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Auch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gibt es zwei Förderprogramme, die mit dem Umweltbonus harmonieren: das Sofortprogramm „Saubere Luft“ und das Flottenaustauschprogramm „Sozial und Mobil“. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möchte die vorhandenen Förderprogramme in Zukunft erweitern und informiert auf seiner Website zu weiteren E-Auto-Förderungen.

 

Voraussetzungen für die E-Auto-Förderung

Vor allem auf das erstmalige Zulassungsdatum kommt es an, wenn Sie den Umweltbonus für neue oder bestehende Elektrofahrzeuge im Fuhrpark beantragen möchten. Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss der Elektro-Firmenwagen bereits erworben und zugelassen sein. Dabei darf die Erstzulassung nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von über 65.000 sind nicht förderfähig.

Damit Plug-in-Hybride vom Umweltbonus profitieren, müssen sie in Zukunft dieselben Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen, wie reine Elektrofahrzeuge: Ab 2022 sind nur Hybridfahrzeuge mit 60 Kilometern Mindestreichweite förderfähig, ab 2025 steigen die Anforderungen auf 80 Kilometer.

 

Welche Modelle sind förderfähig?

Auf der Website des BAFA (s. o.) finden Sie eine umfangreiche Liste von Fahrzeugen, für die Sie den Umweltbonus beantragen können. Die Liste enthält rund 450 reine Elektroautos und etwa 340 Plug-in-Hybride (Stand Dezember 2020). Ihr großer Umfang hängt damit zusammen, dass das BAFA hier verschiedene Ausstattungstypen neben dem Basismodell anführt. Für die Innovationsprämie qualifizieren sich übrigens auch mehrere Fahrzeuge aus dem Sortiment von Maske Fleet – zum Beispiel der Mercedes Benz eVito mit einer Fördersumme von 7.500 Euro je nach Leasingdauer. Oder der Hyundai IONIQ Elektro mit staatlicher Förderung bis zu 9.000 Euro.

 

E-Auto-Förderung durch Steuervorteile

Auch in puncto Unterhalt machen Vergünstigungen die E-Mobilität für Unternehmen interessant. Dazu gehören auch Steuervorteile wie die Befreiung von der Kfz-Steuer, die noch bis 31.12.2030 besteht. Allerdings gilt die Befreiung nur für reine Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge – Plug-in-Hybride sind davon ausgenommen.

Auch bei elektrischen Dienstwagen, die privat genutzt werden dürfen, winken Steuervorteile. Sobald die private Nutzung mehr als 50 Prozent der Fahrleistung beträgt, ist sie nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises zu versteuern. Fahrer von Dieseln und Benzinern zahlen hier das Vierfache. Derzeit gilt die Regelung nur für E-Firmenwagen mit einem Bruttolistenpreis bis 40.000 Euro – ab Juli 2021 fallen auch Dienstwagen bis 60.000 Euro unter die Regelung. Plug-in-Hybride sind vom vergünstigten Steuersatz ausgeschlossen.

Förderprogramme und Vergünstigungen für die Ladeinfrastruktur

Die Installation von Ladepunkten wird in Deutschland unterschiedlich gefördert. Auch hier unterscheiden sich Prämien und Vergünstigungen je nach Bundesland und in vielen Fällen auch lokal. Vor allem Wallboxen lassen sich mancherorts günstig erwerben und installieren. Länder und Kommunen, aber auch die KfW-Bank geben hier finanzielle Anreize – etwa mit Zuschüssen oder günstigen Krediten. Sogar manche Energieversorger reduzieren den Preis je Kilowattstunde oder bezuschussen den Kauf und die Installation von Wallboxen. Für Fuhrparkbetreiber lohnt es sich daher auf jeden Fall, Stromtarife zu vergleichen und mögliche Unterstützungen zum Schaffen einer Ladeinfrastruktur wahrzunehmen.

Wie und wo lässt sich die E-Auto-Förderung beantragen?

Grundsätzlich beantragen Sie Fördermittel bei der verantwortlichen Behörde oder bei einem von ihr bestimmten Projektträger. Für Anträge zum Förderprogramm „Sozial und Mobil“ hat das BMU zum Beispiel die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH in Berlin beauftragt. Die Beantragung findet vollelektronisch statt. Weitere Informationen zu den notwendigen Digital-Formularen und zur Antragstellung finden Sie auf der BMU-eigenen Homepage Erneuerbar mobil.

Den besonders gefragten Umweltbonus beantragen Sie ebenfalls elektronisch, und zwar auf der Website des BAFA. Hier sind Anträge für Einzelfahrzeuge oder Sammelanträge für bis zu 500 modellgleiche Autos möglich. Besonders komfortabel wird die Antragstellung durch den schnellen Informationsaustausch zwischen BAFA und Kraftfahrt-Bundesamt (KBA): Als Antragsteller benötigen Sie lediglich die Fahrzeugidentifikationsnummer(n). Die relevanten Fahrzeugdaten liegen dem KBA mit der Zulassung vor, sodass die Daten mit Ihrer Einwilligung automatisch für den Antrag übernommen werden. Abschließend laden Sie die unterschriebene „Erklärung der wahrheitsgemäßen Angaben“ im Onlineportal hoch.

FAQ

Welche Förderung gibt es für Hybridfahrzeuge?

Auch für Plug-in-Hybride (PHEV) können Unternehmen die Innovationsprämie beantragen. Außerdem wird die private Nutzung von PHEV-Dienstwagen mit nur 0,5 Prozent besteuert. Das ist zwar der doppelte Prozentsatz eines vollelektrischen Autos, liegt aber immer noch deutlich unter dem einprozentigen Steuersatz für klassische Verbrenner.

 

Welche Prämien gibt es für Elektroautos?

Neben der Innovationsprämie (Umweltbonus) profitieren Elektroauto-Halter von regionalen und kommunalen Förderprogrammen. Die Prämien und Vergünstigungen sind vielfältig und unterscheiden sich in den Ländern und Städten. Erkundigen Sie sich deshalb am besten vor Ort nach weiteren Förderprogrammen. Außerdem sind viele Autos förderberechtigt im Rahmen der „Förderrichtlinien Elektromobilität und Markthochlauf NIP2“, des Sofortprogramms „Saubere Luft“ oder des Flottenaustauschprogramms „Sozial und Mobil“.

 

Welche Fahrzeuge werden gefördert?

Für die Innovationsprämie (Umweltbonus) des BAFA qualifizieren sich:

  • Brennstoffzellenfahrzeuge
  • reine Elektrofahrzeuge mit 0 Gramm CO2-Emission pro Kilometer
  • Hybridfahrzeuge mit bis zu 50 Gramm CO2-Emission pro Kilometer oder einer Mindestreichweite von 40 Kilometern

Eine Grundvoraussetzung für die Leasing- bzw. Kaufprämie ist ein Nettolistenpreis von maximal 65.000 Euro. Die aktuelle Liste der förderfähigen Autos stellt das BAFA auf seiner Website zur Verfügung (s. o.).

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